Am 30.05.26 sind Emilia, Jasmin, Julia, Mara, Marie, Nika, Svea, Tessa mit Florentine als Kapitänin zum zweiten Spieltag der wU10 Meisterrunde angetreten, um vor heimischer Kulisse zu zeigen, was sie können. All die anwesenden Mamas und Papas, Tanten und Onkel, Cousinen und Cousins, Omas und Opas und alle weiteren Fans sollten nicht enttäuscht werden.
Pünktlich 10Uhr wurde das erste Spiel gegen den Post SV Chemnitz angepfiffen. Bisher starteten unsere Mädels gern verträumt in ihre Spiele. Dieses Mal sollte es anders werden. Gleich zu Beginn wurde es gefährlich für Meerane. Doch diesen Angriff der Chemnitzer konnte unsere Torfrau Nika souverän halten. Schon 2 Minuten später begann unser Spiel: Erst schoss Marie im gegnerischen Schusskreis zu Flo: Schuss! Ecke. Immerhin. Diese führten Flo und Emilia aus. Emilia schoss ganz knapp neben das Tor. Ok. Gut. Weitermachen. In der 5. Minute ging es schon weiter: Jasmin setzt zum Torschuss an. Dieser wurde gehalten. Doch ihr Nachschuss sollte sein Ziel treffen: Meerane lag nach knapp 6 Minuten 1:0 vorn! Bei der nächsten Ecke, nur eine Minute später, fungierte Jasmin als Hereingeber und Tessa konnte sich an der Chemnitzer Torfrau versuchen. Es folgten der Torschuss und… gehalten. Chance per Nachschuss… Noch einmal Chance per Nachschuss und noch einmal ein Nachschuss. Man könnte denken, der Text hat einen Sprung in der Platte. Wiederrum eine Minute später: noch einmal Ecke für Meerane. Neue Ecke, neues Glück. Julia gibt auf Marie herein… und ihr ahnt es… Der Schuss wurde gehalten. Die Chemnitzer Torfrau wollte es uns wirklich nicht leicht machen. In der 8. Minute der ersten Halbzeit sollte auch mal ein Torschuss von Flo, nach Emilias Vorlage, aus dem Spiel heraus an den Pfosten gehen. Abwechslung muss sein. Auch wenn es im Laufe der Halbzeit schöner anzusehen war, wollte die Kugel nicht im Netz landen. Emilia konnte ihre Gegnerin per Drehung austricksen und so Flo einen weiteren Schuss aufs Tor ermöglichen. Auch die nächste Ecke – geschossen von Tessa auf Jasmin – sollte nicht erfolgreich enden. Kurz vorm Halbzeitpfiff führte ein unkonzentrierter Meeraner Freischlag dazu, dass Chemnitz nahezu frei vorm Tor zum Angriff starten konnte. Die ballführende starke Chemnitzer Nr.6 war einigen unserer Mädels noch aus der vergangenen U8-Saison wohl bekannt. Aber wieder: Nika war konzentriert und hellwach. So konnte sie den Schuss unaufgeregt halten. Auch dem aufkeimenden Chemnitzer Druck hielt sie Stand bis Jasmin den Ball zur Seite klärte. Die letzte größere Aktion der Halbzeit zeigte Marie, die nach ihrem Sprint aufs Tor leider auch an der Chemnitzer Torfrau scheiterte.
Nachdem die Mädels in der Pause von Trainer Lars, Marko und Nico mit energischem Zeigen, Arme wedeln und kurzen Erklärungen bespaßt wurden, ging es zurück aufs Feld. Wie sich gezeigt hat, sollte es in der zweiten Halbzeit dort weitergehen, wo die Meeranerinnen in der ersten Halbzeit aufgehört haben. In der 17. Minute spielte Emilia kurz vorm Schusskreis auf Tessa. Es folgte ein Torschuss, der (leider) wirklich gut gehalten wurde. Den daraus resultierenden Konter hat die laufstarke Tessa selbst gerettet indem sie zum Sprint ansetzte und den Ball abwehrte. Ab der 19. Minute nahm Chemnitz das Heft in die Hand. Aus dem Nichts heraus herrschte kurz Chaos in unseren Linien. Doch als sich die Mädels wieder gefangen hatten, folgten die nächsten Chancen für ein weiteres Tor. Daran versuchten sich z.B. Flo und Marie. Aber es war zum Mäuse melken: mal war es der Pfosten, mal die Torfrau, mal ging der Nachschuss ins Aus. Die Motivation und der Biss ließen jedoch nicht nach. In der 21. Minute führten, wie zu Beginn des Spiels, Flo und Emilia eine weitere Ecke aus. Emilias Schuss wurde gehalten, doch Flo konnte den abgeprallten Ball endlich über die Torlinie hämmern. Wie haben wir darauf gewartet! Endlich stand es 2:0 für Meerane! Das sollte auch der Endstand werden. Die Highlights ließen nach, aber das Engagement der Spielerinnen nicht. Auch Julia und Svea boten sich immer wieder aktiv an und zeigten ausdauernde Laufbereitschaft.
Aufmerksame Leser haben vielleicht bemerkt, dass das Spiel zum Großteil in Meeraner Hand lag und sie eventuell – möglicherweise – an der Torausbeute arbeiten müssen. Dennoch muss man betonen: Es gab immer und immer wieder Angriffe aus das Chemnitzer Tor, starkes Abwehrverhalten vorm eigenen Schusskreis und kämpferische Balleroberungen an der Mittellinie.





Durch das zweite Spiel startete für die Meeraner Mädels bereits die Rückrunde. Der Gegner hieß Leipziger SC und hat uns vor drei Wochen leider mit zwei Treffern besiegen können. Das Spiel startete wesentlich ruhiger als gegen Chemnitz. Es war geprägt von vorsichtigem Herantasten und einem langsamen Vorarbeiten Richtung Leipziger Schusskreis. Insgesamt war es recht ausgeglichen. In der 8. Minute sollte das erste Highlight zu sehen sein: Emilia spielt auf Jasmin. Sie schießt aufs Tor und.. gehalten. Es fühlt sich an wie ein Dejà-Vu. Doch nein! Ihr starker Nachschuss konnte sein Ziel treffen und Meerane 1:0 in Führung bringen! 3 Minuten später lieferte sich Tessa mit der Leipziger 7 ein Sprintduell in Richtung Meeraner Tor. Nika griff sicher ins Geschehen ein und konnte somit ihr Tor sauber halten. Darauf folgte dennoch eine gewisse Unruhe in der Mannschaft. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit spielte Marie den Ball knapp neben das Tor. Sie zeigte an dem Tag große Einsatzbereitschaft und Ehrgeiz.
Die zweite Halbzeit begann sehr erfreulich für uns. Jasmin spielte zu Marie. Der Ball prallte ab und konnte von der unermüdlich rennenden Flo erobert werden. Durch einen kraftvollen Schuss ging Meerane 2:0 in Führung! Doch die Freude währte nicht lange, als bereits 1 Minute später der Anschlusstreffer zum 2:1 fiel. Die Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüterin Mara hat hier nicht gepasst. Aber sei es drum! Weiter geht’s! An der Außenlinie lieferte sich Jasmin das eine oder andere Mal ein Laufduell mit der Leipziger 1. Dabei konnte sie die angesetzte so genannte „Hundekurve“ jedes Mal erfolgreich unterbinden. Überhaupt zeigte Jasmin ein starken und bissigen Spieleinsatz. In der 21. Minute setzte sie nochmal zum Torschuss an und scheiterte an der gegnerischen Torfrau. Das Wetter setzte allen Mädels (auch den Leipzigerinnen) zu. Es war sonnig und warm. Es war schwül. Es war sichtlich anstrengend. Das führte zu Konzentrationsschwächen auf beiden Seiten. In der 26. Minute versuchten nochmal Tessa und Flo ihr Glück am gegnerischen Tor – leider erfolglos. 2 Minuten später erhielt Marie einen stark gespielten Querpass und schoss mit aller Kraft: leider gehalten. Kurz vor Ende der Partie gab es eine weitere Chance, als Emilia in guter Position stand und mit Flo und Marie gleich zwei Stürmer nach vorn schicken konnte. Sie entschied sich für Marie, die den Leipziger Kasten leider um wenige Zentimeter verfehlte. Der Endstand lautete 2:1 für Meerane. Sie konnten tatsächlich beide Spiele des Tages für sich entscheiden.
Zurecht feierte und jubelt Meerane nach diesen beiden Siegen. Wer natürlich auch? Die angereisten stolzen Eltern und Fans! Sie bekommen draußen regelmäßig immer kürzere Fingernägel und jedes Mal ein paar neue graue Haare dazu! Freud und Leid wird am Seitenrand genauso geteilt wie auf dem Rasen.
So oft haben die Mädels Niederlagen weggesteckt und weitergemacht. Sie haben sowohl an ihrer Teamleistung als auch an ihrer Spielweise gearbeitet. Heute haben sie gezeigt, dass sie es eben doch können, wenn es darauf ankommt! Gibt es noch Verbesserungspotenzial? Genügend! Aber es lohnt sich, konzentriert zu bleiben! Jeden verhassten Liegestütz kann man sehen! Die Einstellung hat gestimmt! Sie haben bis zum Schluss durchgehalten, auch wenn sie alle verschwitzt, erschöpft und mit hochrotem Kopf vom Platz kamen. Wir haben es gesehen: Sie sind EIN TEAM!






Bleibt uns nur noch übrig zu wünschen, dass viele Tore für Meerane fallen mögen. Und der Weg des harten Trainings belohnt wird.
Bericht geschrieben von Christina, Fotos: Privat
#sogehtsächsisch

